Neue Wege

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Die Zeitschrift Neue Wege begleitet und analysiert weltweit die Sehnsucht nach und die Arbeit für Frieden, Gerechtigkeit und eine Wirtschaft, die den Menschen dient und die Lebensgrundlagen nicht zerstört.

Entscheidende Debatten des 21. Jahrhunderts werden deshalb im Schnittpunkt von Religion und Sozialismus ausgetragen. Die Monatschrift Neue Wege hat darin über 100 Jahre Erfahrung.

Die Neuen Wege nehmen die Bewegung und die Entwicklung des Geschichtsprozesses ernst und erkennen in den sozialen Kämpfen der Gegenwart die Fortsetzung der sozialen Botschaften und Errungenschaften früherer Zeiten, Kulturen und Religionen...

Digitalisierte Ausgaben der Neuen Wege 1906 bis 2014

 

100 Jahre Wipkinger Glockenstreik: Beilage zu Neue Wege 7-8/2017

100 Jahre Wipkinger Glockenstreik

Die Rede von Pfarrer Ernst Altwegg vom 2. September 1917 «Ich bin beauftragt, lhnen die Gründe darzulegen, welche die Kirchenpflege bewogen haben, an der Bundesfeier vom 1. August dieses Jahres die Kirchenglocken nicht läuten zu lassen. Ich glaube, dass dieser Beschluss bei vielen deshalb Ärgernis hervorgerufen hat, weil es nun mal hergebrachte Sitte ist, zu läuten. Die anderen läuten; also müssen wir es auch tun. Welche Schande, wenn in unserer Kirchgemeinde die Glocken schweigen! Sitte und ...

Auszug aus dem Inhalt

Arbeit am Frieden
Kurt Seifert
Ehepaar Ragaz: Kampf den Dämonen der Gewalt
Neue Wege-Gespräch mit drei Friedensaktivistinnen
«Eine andere Welt ist möglich!»
Annemarie Sancar
Kritik an der Managementlogik der Friedensförderung
Fatima Moumouni
Requiem für eine Aktivistin

Kampf den Dämonen der Gewalt

Gedanken über ein Paar, dessen Geist noch heute weiterwirkt Kurt Seifert Der religiöse Sozialismus verdankt dem Wirken von Leonhard Ragaz und Clara Ragaz-Nadig entscheidende Impulse. Dabei scheint die Gestalt des Theologen ganz im Zentrum zu stehen. Ein genauerer Blick zeigt allerdings, dass wichtige Anstösse, vor allem in Fragen des Friedens, von seiner Frau ausgingen. Stellen Sie sich vor: Eine junge Frau aus gutbürgerlichem Hause absolviert eine ausgezeichnete Ausbildung als Lehrerin, lebt mehrere Jahre im Ausland und kehrt dann in ihre Heimatstadt zurück – allerdings ohne Aussicht, eine angemessene berufliche Tätigkeit zu finden. Endlich eröffnen sich ihr in der Sonntagsschule der Kirchgemeinde Möglichkeiten, die erworbenen pädagogischen Fähigkeiten zu erproben. Dort begegnet sie dem sechs Jahre älteren und noch unverheirateten Pfarrer der Gemeinde. Eine Romanze könnte beginnen. Doch dieser Mann war «immer ein bisschen ängstlich», wie sich seine Schwiegertochter Jahrzehnte nach ...