Neue Wege

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Die Zeitschrift Neue Wege begleitet und analysiert weltweit die Sehnsucht nach und die Arbeit für Frieden, Gerechtigkeit und eine Wirtschaft, die den Menschen dient und die Lebensgrundlagen nicht zerstört.

Entscheidende Debatten des 21. Jahrhunderts werden deshalb im Schnittpunkt von Religion und Sozialismus ausgetragen. Die Monatschrift Neue Wege hat darin über 100 Jahre Erfahrung.

Die Neuen Wege nehmen die Bewegung und die Entwicklung des Geschichtsprozesses ernst und erkennen in den sozialen Kämpfen der Gegenwart die Fortsetzung der sozialen Botschaften und Errungenschaften früherer Zeiten, Kulturen und Religionen...

Digitalisierte Ausgaben der Neuen Wege 1906 bis 2013

 

Bewusst entscheiden, was es braucht

Ina Praetorius, *1956 in Karlsruhe, Germanistin und evangelische Theologin, ist freischaffende Autorin und Referentin und lebt in Wattwil.www.inapraetorius.ch Neue Wege-Gespräch von Léa Burger mit Ina Praetorius Bewusst entscheiden, was es braucht Nachdenken über ein genügsam-genussvolles Zusammenleben aller Was macht Sie glücklich, Ina Praetorius? Mich macht glücklich, wenn ich meine Zeit so einteilen kann, wie ich es gerne möchte. Am besten finde ich es, wenn ich gar nicht sagen kann, was «...

Auszug aus dem Inhalt

Genügsamkeit
Niko Paech
Suffizienz als Kernelement der Postwachstumsökonomie
Neue Wege-Gespräch mit Ina Praetorius
Bewusst entscheiden, was es braucht
Christa Wichterich
Von langen Tischen und dem Wissen, was genug ist
Pierre Bühler
Die Kirchen als Asylorte – ein Manifest

Suffizienz als Kernelement der Postwachstumsökonomie

In soziales statt monitäres Kapital investieren, um den Wachstumszwang einzudämmen Niko Paech Eine immer grössere Anzahl verfügbarer Angebote, ausufernde Kommunikationsmöglichkeiten und neue Informationen über käufliche Selbstentfaltungsmöglichkeiten überfordern die Subjekte. Damit Konsumaktivitäten überhaupt Nutzen stiften können, muss ihnen ein Minimum an eigener Zeit gewidmet werden. Suffizienz bedeutet daher auch Angstfreiheit, weniger zu benötigen und selbstbestimmter zu sein. Sämtliche Anläufe einer ökologischen Modernisierung, die ein «grünes» Wachstum und damit eine politisch leicht zu vermittelnde Umgehung jeglicher Anspruchsmässigung versprachen, sind grandios gescheitert. Der Versuch, moderne Konsumkulturen, die auf einer zunehmenden Entgrenzung materieller Freiheiten beruhen, durch technische Vorkehrungen von ökologischen Schäden abzukoppeln, hat zuweilen sogar das Gegenteil bewirkt. Vor dem Trümmerhaufen geplatzter Fortschrittsverheissungen formieren sich innerhalb der ...